Über Helga Velroyen

Ende 30, verheiratet und wohnt mit Mann, Katze und Schlange in München. Schwerhörig und seit 2008 Hörgeräteträgerin. Software-Entwicklerin bei Google.

Schwerhörig in Corona-Zeiten

Ursprünglich hatte ich mal eine Serie zum Thema „Probleme die Hörende nicht haben“ zu machen. Das war aber eigentlich für sehr viel später geplant. Aus aktuellem Anlass habe ich mich aber entschieden diese Folge vorzuschießen solange das Thema noch relevant ist.

Corona trifft uns Menschen auf viele verschiedene Weisen. Aus Sicht eines schwerhörigen Menschen kommen oft Schwierigkeiten hinzu, über die Hörende noch nie nachdenken mussten. Das heißt nicht, dass wir es besonders schwer haben, aber diese Dinge können schon ganz schön nerven. Ich möchte in diesem Artikel ein paar dieser Schwierigkeiten aufzeigen und auf mögliche Lösungen hinweisen.

Vorweg möchte ich anmerken, dass ich mir bewusst bin, dass manch anderer Mensch noch viel grössere Probleme dieser Tage hat. Auch sollte uns bewusst sein, dass wir sehr privilegiert sind, wenn unser grösstes Problem dieser Tage ist dass sich unsere Hörgeräte in unseren Masken verheddern. Vor allem sollten wir nicht aufhören Masken zu tragen, auch Hörgeräte sind da keine Ausrede, denn alles andere kostet Menschenleben.

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Ein Selbstbau-Hörgerät

An dieser Stelle ein kleiner Zwischenbeitrag. Auf dem diesjährigen (virtuellen) Congress des Chaos Computer Clubs, wurde das „Hear how you like to hear“ Forschungsprojekt vorgestellt, welches einen Hörgeräte-Prototyp entwickelt hat. Mit diesem Prototyp konnten Benutzer sich selbst einstellen welche Parameter dieses Hörgerät haben sollte.

Der Vortrag ist leider nur auf Englisch, ich hoffe dass er trotzdem für den ein oder anderen von euch interessant ist: https://media.ccc.de/v/rc3-11388-liketohear_-_self-adjustment_of_open_source_mobile_hearing_aid_prototype

Viel Spass damit!

Warum Untertitel trotz Hörgeräte?

Für Menschen die schwerhörig sind und mit Hörgeräten versorgt sind, ist es üblich dennoch oft Untertitel für Videos und Fernsehen zu nutzen. Unserer Umgebung mag das seltsam vorkommen, denn mit Hörgeräten sollte unser Hörproblem doch gelöst sein, oder? Warum wir dennoch gerne Untertitel benutzen, erkläre ich hier. Auch dies ist ein Artikel den man vielleicht auch seiner hörenden Umgebung teilen möchte.

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Von Löffeln und vom Hören

Heute ein etwas nachdenklich machendes Thema. Ich empfehle diesen Artikel nicht nur meinen Lesern die selber schwerhörig sind, sondern insbesondere den Menschen in eurer Umgebung. Unsere lieben Mitmenschen verstehen manche unserer Verhaltensweisen danach vielleicht besser. Vielleicht möchtet ihr diesen Artikel um so mehr in eurem Freundeskreis verbreiten.

Es geht um die Löffel-Theorie, auf Englisch „Spoon Theory“ genannt. Es ist ein Versuch den Alltag von Menschen mit Behinderungen auf eine Art zu beschreiben die die unsichtbaren Konsequenzen von Behinderungen sichtbar und verständlicher macht. Der Begriff Löffel-Theorie wurde durch den entsprechenenden original Artikel von Christine Miserandino geprägt. Christine nimmt als Beispiel einen Menschen mit einer Krankheit bei der man dauerhaft Schmerzen hat. Das Prinzip lässt sich aber auch auf andere unsichtbare Behinderungen – wie zum Beispiel eine Schwerhörigkeit übertragen. Was heißt die Löffel-Theorie für Menschen wie uns?

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Ab jetzt offiziell alt

Heute mal wieder eine Empfehlung zu etwas was andere geschrieben haben. In seinem Bergartikel „Ab jetzt offiziell alt“ berichtet der schwerhörige Martin über seine ersten Erfahrungen mit Hörgeräten. Martin kommt selbst auch aus einem technischen Beruf, aber auch das hilft nicht bei allen technischen Problemen mit Hörgeräten. Dem ein oder anderen mag einiges bekannt vorkommen.

Dinge richtig wiederholen

Viele Schwerhörige werden das kennen: jemand sagt einen Satz in dem wir das wichtigste Wort nicht verstehen. Wir bitten unseren Gesprächspartner den Satz zu wiederholen. Das tut er auch, meistens sogar lauter, aber wir verstehen das Wort und damit den Satz immer noch nicht. Warum ist das so? Was kann man als Gesprächspartner tun damit man doch verstanden wird?

Dies ist also ein Artikel, der sich ein wenig mehr an die Menschen in der Umgebung von Schwerhörigen richtet als an die Schwerhörigen selbst. Solltet ihr als Schwerhörige also oft das obige Problem haben, dann schickt ihn doch an ein paar Menschen aus eurer Umgebung weiter.

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