EUHA 2022 Teil 1: Neuigkeiten aus der Welt der Hörgeräte

Die Europäische Union der Hörakustiker e.V., auch EUHA genannt, veranstaltet jedes Jahr einen Kongress für Akustiker. Dieser nennt sich auch EUHA und fand dieses Jahr in der Messe Hannover statt. Nach ein paar unregelmäßigen Pandemiejahren mit Ausfällen und Virtualisierungen, hat dieser Kongress nun zum 66. Mal stattgefunden.

Die Messe richtet sich eigentlich an Akustiker, also solche die euch Hörgeräte verkaufen. Ich war auf der Messe auch „nur“ als Schwerhörige unterwegs, also damit nicht in der eigentlichen Zielgruppe. Nichtsdestotrotz oder auch gerade deshalb war die Veranstaltung sehr interessant für mich. Ich möchte euch in diesem Artikel exklusiv für Doofe Ohren an meinen Eindrücken über die Hörsystemindustrie teilhaben lassen und hoffe dass ihr das ein oder andere für euch mitnehmen könnt.

Die Veranstaltung

Die EUHA findet ungefähr jedes zweite Jahr in Hannover statt, so auch dieses Jahr. Im Messezentrum erstreckt sich die Veranstaltung auf zwei Bereiche. Zum einen gibt es eine Messehalle mit Messeständen der einzelnen Firmen. Diesmal waren 120 Aussteller aus 17 Ländern dabei, darunter 27 neue Aussteller. Daneben gibt es einen Vortragssaal im benachbarten Convention Center, in dem es ein umfangreiches Vortragsprogramm über die drei Messetage gab. Darüberhinaus wurden vier Tutorials angeboten. Das waren eher praktisch angelegt Workshops, in denen Akustiker sich vertiefend zu bestimmten Themen weiterbilden konnten.

Da es für mich die erste EUHA war, habe ich versucht von allem möglichst viel mitzunehmen. So war ich gleich Mittwoch Morgen zur Eröffnung der Messe da. Außerdem habe ich am Donnerstag Abend die EUHA Party besucht. Abgereist bin ich Freitag Abend, nachdem ich mir den letzten Messetag mit dem Thema „Future Friday“ angeschaut habe. An diesem Tag wurden vor allem Themen über die Zukunftsentwicklung der Branche präsentiert.

Im ersten Teil meiner Artikel über die EUHA, möchte ich euch meine interessantesten Eindrücke und die für euch relevantesten Entwicklungen in der Hörakustik-Branche übermitteln. Ich könnte tagelang über die EUHA schreiben, aber gebe euch mit diesem Artikel erstmal einen Überblick über die Neuheiten der Messe.

Der Eingang zur EUHA Messe
Der Eingang der EUHA Messe

An dieser Steller der Hinweis, dass ich für die Erwähnung einzelner Hersteller keine finanziellen Anreize erhalte. Meine Auswahl beruht einzig darauf, welche ich persönlich für erwähnenswert halte.

Die Aussteller

Die Aussteller der Messe kommen aus vielen Bereichen. Neben Herstellern von Hörgeräten, waren auch Hersteller von anderen Hörsystemen, z.B. Cochlea Implantaten dabei. Aber neben den Herstellern der Systeme selbst, gab es auch viele „Zulieferer“ der Branche, z.B. Hersteller von Ohrstücken, Messgeräten für Akustiker und Hersteller von Hilfsmitteln für Schwerhörige die über Hörgeräte hinaus gehen.

Besonders gefreut habe ich mich darüber, auch einen Stand zu finden, welcher uns als Schwerhörige Kundschaft repräsentiert. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) hielt dort mit einem Stand die Stellung.

Auch wenn ich gerne jeden einzelnen Stand besucht hätte, so musste ich aufgrund der Zeit doch eine Auswahl treffen. Ich habe mich hier auf die Hersteller von Hörgeräten konzentriert, aber auch das ein oder andere darüberhinaus erkunden können.

Verbesserungen vor allem in der Signalverarbeitung

Beim Rundgang über die Hersteller stellte ich vor allem fest, dass die meisten weiterhin an ihrer Signalverarbeitung schrauben. Damit warben fast alle mit Verbesserungen in diesem Bereich. Ich finde das ist auch der richtige Fokus, denn am Ende des Tages interessiert mich als Hörgeräteträgerin eben dass die Geräuschkulisse um mich herum für meinen Hörverlust möglichst gut aufbereitet wird. Hier haben die Hersteller verschiedene Ansätze, welche vermutlich auch alle ihre Existenzberechtigung haben und es letztendlich auf unsere persönliche Präferenz ankommt, wie unser Hörgeräte klingen soll. Ein paar Highlights:

  • Oticon warb vor allem damit, dass ihre Hörgeräte nicht einfach nur alle Hintergrundgeräusche herunterfahren wie es viele andere Hersteller tun. Die Idee dahinter ist, dass es ja durchaus Geräusche gibt, die wir hören und genießen möchten. Oticons Systeme sollen hier die Art der Geräusche erkennen und sie unterschiedlich betonen oder herausfiltern. So möchten wir z.B. Vogelgezwitscher hören, aber Straßenlärm vermutlich eher weniger. An dieser Stelle die Erinnerung, dass sich unser Gehirn immer auf neue Hörgeräte einstellen muss. Wer also von einem anderen Hersteller zu Oticon wechselt, dem könnten die hier eher hörbaren Hintergrundgeräusche erstmal überfordern. Ich rate dir in diesem Fall, Oticon Geräte etwas länger zu testen (z.B. 2 statt 1 Woche), damit dein Gehirn eine Chance hat, die schönen neuen Hintergrundgeräusche auch wieder genießen zu können (siehe dazu auch weitere Tips in Wie testet man Hörgeräte richtig?).
  • Phonak betonte vor allem Verbesserungen beim Sprachverstehen in lauter Umgebung. Hier ging es nicht nur darum, Gesprächspartner von vorne zu verstehen, sondern z.B. auch von der Seite. Als Beispiel hatten sie die Situation genommen, wo du mit deinem besten Freund im Fußballstadion bist und du ihn nun trotz Stadionlärm verstehen kannst, auch wenn er neben dir und nicht vor dir spricht.
  • Widex konzentriert sich nach wie vor auf den natürlichen Klang. Die Idee ist, dass wir Schwerhörigen am ehesten gewillt sind unsere Hörgeräte zu tragen, wenn es sich möglichst so anhört wie früher als viele von uns noch gut hören konnten. Um dieses Versprechen wahr zu machen, ist Widex vor allem an guter Prozessorleistung interessiert, denn jede Langsamkeit der Signalverarbeitung lässt den Klang weniger natürlich erscheinen.

Die meisten Hersteller stellten auch neue Geräte oder Serien vor. So präsentierte Phonak sein neues Lumity. Resound stellte Omnia vor, welche vor allem im Sprachverstehen den Vorgänger One übertreffen soll. Auch Signia versprach Verbesserungen in der Signalverarbeitung mit seiner neuen Plattvorm AX, also einer Neuentwicklungen der Signalverarbeitungschips in den Geräten.

Trend zu Im-Ohr-Geräten und Ear-Buds

Generell sieht man weiterhin den Trend zu Im-Ohr-Geräten. Das ist eine Bauform von Hörgeräten (siehe Bauformen von Hörgeräten), wo das Hörgerät fast komplett im Gehörgang verschwindet. Da Computerchips immer kleiner werden, kann nun auch mehr und mehr leistungsfähige Technik in diese sehr kleinen Geräte verbaut werden. So warb z.B. Oticon damit, dass man nun die gleiche Technik in seinen Im-Ohr-Geräten wie in seinen Hinter-dem-Ohr-Geräten bekommen kann.

Ein weiterer Trend ist die Entwicklung von Hörgeräten in Ear-Bud-Form. Ear Buds sind eigentlich ganz normale Kopfhörer-Systeme für Hörende. Es sind auch „Knubbel“, die man sich ins Ohr steckt, aber im Gegensatz zu Im-Ohr-Geräten sind sie oft so groß, dass sie von außen gut sichtbar sind. Da dies ein Trend auf dem Markt der Unterhaltungselektronik ist, ist es heutzutage viel normaler geworden, dass man auf der Straße Menschen sieht die so etwas im Ohr stecken haben. Hier möchten die Hörgerätehersteller auf den Zug aufspringen und haben daher Hörgeräte in diesem Format entwickelt. Gegenüber den Im-Ohr-Geräten haben sie hier ein wenig mehr Platz für mehr Technik und Antennen, aber halt nicht die Nachteile von Hinter-dem-Ohr-Geräten. Ich bin gespannt ob sich dieser Trend hält.

Ear-Bud-Hörgeräte von Resound
Ear-Bud-Hörgeräte von Resound

Nichts neues in Sachen Bluetooth Streaming

Spätestens seit der Pandemie haben wir Schwerhörigen es zu schätzen gelernt, den Ton von unserer Unterhaltungselektronik auf unsere Hörgeräte zu streamen. Egal ob vom Mobiltelefon, Tablet oder Laptop, wir möchten unsere Lieben in der Videokonferenz verstehen. Für diese Verbindungsmöglichkeiten hat sich bei Hörsystemen bereits die Bluetooth Technologie etabliert. Es gibt aber weiterhin Feinheiten zu beachten, denn nicht jedes Hörgerät funktioniert mit jedem Sendegerät. Ein paar davon habe ich im Artikel Bluetooth und Hörgeräte bereits behandelt.

Die meisten Hersteller unterstützen die direkte Verbindung vom Hörgerät zu iPhones und Tablets der Firma Apple, zu erkennen am Label “Made for iPhone”, eine Apple-spezifische Variante der Bluetooth LE Variante. Bei Android Mobiltelefonen funktioniert das meist nur bei den neueren Telefonen, welche das ASHA Protokoll, eine Google-eigene Variante des Bluetooth LE Protokolls, unterstützen.

Bei allen anderen Geräten, wie z.B. Laptops, muss man bei den meisten Hörgeräten einen zusätzlichen Adapter nutzen, welchen die Hersteller separat verkaufen. Oft sind diese Adapter Kombi-Geräte und können z.B. auch als zusätzliches Mikrofon genutzt werden. Der einzige Anbieter, welcher eine direkte Verbindung zwischen Laptops und Hörgeräten anbietet, ist nach wie vor Phonak. Deren Geräte funktionieren mit Laptops, aber verbrauchen durch die Nutzung der klassischen Bluetooth-Technologie relativ viel Strom in den Hörgeräten.

Der Bluetooth Bereich ist also immer noch unübersichtlich. Die Hoffnung für die Zukunft liegt hier auf einer neuen Variante: Bluetooth LE Audio. Ich hatte hierüber bereits im Artikel Die Hoffnung am Bluetooth-Himmel berichtet. Diese Variante wurde in Zusammenarbeit mit Hörsystemherstellern entwickelt und verspricht ein besseres Zusammenspiel aller Geräte bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch. Leider gibt es derzeit noch keine Hörgeräte mit dieser Technologie auf dem Markt.

Trend zu wiederaufladbaren Geräten

Seit Jahren gibt es den Trend dazu, Hörgeräte nicht mit auswechselbaren Batterien zu verkaufen, sondern mit fest verbauten Akkus. Diese Geräte werden über Nacht in einer Ladeschale aufgeladen. Ich selbst finde Akku-Geräte noch nicht gut genug, wie ihr in meinem Artikel Warum wiederaufladbare Hörgeräte (noch?) nicht das Wahre sind nachlesen könnt.

Nichtsdestotrotz scheint der Trend hier ungebrochen. Phonak scheint sich seiner Sache hier so sicher, dass sie ihr neustes Modell Lumity so gar ausschliesslich in einer Akku-Variante herausbringen. Ich halte das für eine gewagte Produktentscheidung, denn wie ich oben erwähnte, ist Phonak ja der einzige Hersteller der direkte Bluetooth-Verbindungen mit klassischem Bluetooth zu Laptops ermöglicht. Wer das ausgiebig nutzt, z.B. beim Arbeiten im Home-Office, der könnte Gefahr laufen mit diesen Geräten am frühen Abend keinen Saft mehr zu haben.

Ambivalenz bei der Sichtbarkeit

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man Hörgeräte nicht verstecken sollte, sondern sie ähnlich wie Brillen als Modeaccessiore nutzen sollte. Neben weiteren praktischen Überlegungen, die ich schon in Sichtbarkeit von Hörgeräten kundgetan habe, sollten wir diese Wunderwerke der Technik eher feiern als sie zu verbergen. Allerdings ist die Branche der Hörsystemhersteller hier immer noch sehr konservativ, und bietet meistens eine sehr eingeschränkte Farbpalette von Beige, Braun und Silber an. Nur hier und da sieht man mal etwas buntes aufblitzen, z.B. schweinchenrosa bei Oticon (siehe Foto) und blau, rot und pink bei Widex (siehe Foto).

Die Farbpalette von Widex
Die Farbpalette von Widex
Die Farbpalette des Oticon More
Die Farbpalette des Oticon More

Wenn ich die Hersteller drauf ansprach, bekam ich vor allem zu hören, dass sich mehr Farben nicht lohnen würden, denn jede Farbe müsste durch aufwändige Abnahmeprozesse für Medizinprodukte laufen. Außerdem würden die meisten Kunden doch die langweiligen Farben nehmen. Ich bin hier skeptisch ob das wirklich so ist, oder ob viele Kunden einfach nicht hinterfragen, dass es auch bunter ginge. Am Ende des Tages ist es ja so, dass wir Kunden hier mit unserem Portemonnaie abstimmen. Aber wenn es meine Lieblingsfarbe nicht gibt, dann kaufe ich zähneknirschend eine andere und kann dem Hersteller ja so gar nicht mitteilen, dass ich lieber quietschgrün oder gar ein Leopardenmuster gehabt hätte.

Im Gegensatz zu den Herstellern von Hörgeräten, tut sich hier allerdings eine bunte Wunderwelt bei den Herstellern von Otoplastiken auf. Otoplastiken sind die Ohrstücke von Hörgeräten, die man zum Teil exakt ans eigene Ohr angepasst anfertigen lassen kann. Mehr über Ohrstücke im Allgemeinen findest du in meinem Artikel Ohrstücke: Otoplastiken oder Schirmchen?. Otoplastiken gibt es jedenfalls in allen Farben des Regenbogens und sogar mit Verzierungsmöglichkeiten wie Strasssteinchen. Auch gibt es hier eine Vielzahl an Materialien, z.B. Titan und Keramik. Wenn du also wie ich denkst, dass dein Ohr farbenfroher werden sollte, dann frag‘ mal bei deinem Akustiker nach.

Helga vor einer Wand mit vielen bunten Otoplastiken
Nicht alles was aussieht wie Jelly-Beans ist hier zum Essen

Innovationen bei Otoplastiken

Neben der oben genannten Farbenvielfalt bei Otoplastiken, gibt es generell in diesem Bereich viel Innovation zu sehen und aus zu probieren. Neue Materialien bieten auch die Möglichkeit neuer Herstellungsprozesse. Otoplastiken werden mittlerweile nicht immer von Menschen manuell modelliert, sondern auch hier gibt es nun mehr Computerunterstützung. Das fängt bei der Aufnahme des Gehörgangs an. Ihr kennt vermutlich noch diese ekelige Maße die sie einem ins Ohr spritzen um einen Abdruck zu machen. Dieser Abdruck wird oft schon danach in einem 3D-Scanner gescannt. Den Schritt mit der Masse kannst du dir allerdings sparen, wenn dein Akustiker einen 3D-Scanner für Gehörgänge hat. Einen solchen durfte ich am Stand von Natus ausprobieren (siehe Foto).

Helga mit einem 3D-Scanner am Ohr
Der Gehörgang-Scanner in Aktion

Wenn so eine Otoplastik dann am PC auf Basis eines 3D-Modelles des Gehörgangs modelliert ist, dann kann sie auch sofort 3D-gedruckt werden. Hier gab es mehrere Hersteller die ihre Drucker zeigten.

Ein 3D-Drucker mit vielen gelblichen Otoplastiken
Ein 3D-Drucker für Otoplastiken

Helferlein neben Hörsystemen

Als Hörgeräteträgerin ist mein Hörgerät natürlich ein ganz wichtiges Mittel um am Leben teilzunehmen. Allerdings gibt es darüberhinaus auch noch einige Produkte, die uns Schwerhörigen das Leben leichter machen können – egal ob wir Hörgeräte tragen oder nicht. Hier gab es auf der EUHA auch einige Hersteller und Produkte zu sehen. Ein paar Highlights:

  • Bellman & Symfon präsentierte ihre traditionelle Produktfamilie, aber auch ein paar Modernisierungen. So gibt es ihren Vibrationswecker nun in einer handlichen Reisegröße. Außerdem hat auch dieser Hersteller modernisiert und bietet nun die Verbindungsmöglichkeiten von Mobiltelefonen zu ihren Systemen an.
  • Bei Faller gab es den Oskar zum ausprobieren. Das ist ein tragbarer Lautsprecher, der den Ton vom Fernseher aufnehmen kann und dann die Hintergrundgeräusche herunterregelt, bevor er das Signal wieder abspielt. Das hilft vor allem schwerhörigen Menschen, die beim Fernsehen oft die Dialoge nicht mehr verstehen, wenn es zu viele Hintergrundgeräusche gibt. Dieses Gerät beinhaltet ähnliche Signalverarbeitungsalgorithmen wie ein Hörgerät, aber ist eben kein Hörgerät. Ich denke das ist vor allem interessant für Menschen, die eben noch nicht ganz zu dem Schluss gekommen sind, dass sie eins brauchen. Solltest du zu dieser Gruppe gehören, so lege ich dir allerdings auch meinen Artikel Warum eigentlich Hörgeräte? ans Herz. Nichtsdestotrotz ist der Oskar auch bei Hörgerätetragenden beliebt und macht einfach unser Leben leichter.

Dienstleistungen rund ums Hören

Neben technischen Produkten, gab es auf der Messe auch viel Information über diverse Dienstleistungen die für Akustiker oder Schwerhörige interessant sein könnten. Bei letzterem bin ich vor allem auf das Thema Hörtrainings gestoßen, von denen es mittlerweile verschiedene Anbieter gibt. Die Idee hier ist, dass wir Schwerhörigen trotz gut eingestellter Hörsysteme davon profitieren können, wenn wir unserem Gehirn helfen mit den akustischen Herausforderungen klar zu kommen. Hier gibt es verschiedene Angebote in Kombination mit Beratung und Training mit Apps und speziellen Geräten. Leider sind Hörtrainings bisher kein Standard bei der Versorgung mit Hörgeräten (eher noch bei Cochlea Implantaten), daher bezahlt die Krankenkasse sie selten.

Zusammenfassung

Insgesamt war ich sehr begeistert von der Messehalle der EUHA. Wo hat man sonst Gelegenheit, alle wichtigen Entwicklungen auf einem Raum und oft sofort ausprobierbar zu sehen. Demnächst werde ich noch einen separaten Artikel über das Vortragsprogramm, sowie über einzelne tiefergehende Themen schreiben.

Zur EUHA durfte ich mit freundlicher Unterstützung von den Audio Infos reisen und als Kolumnistin und Endkundin die Branche erkunden. Mehr Infos zu dem Monatsmagazin gibt es unter http://www.audio-infos.de oder dem Instagram-Account audioinfosde@.

2 Gedanken zu „EUHA 2022 Teil 1: Neuigkeiten aus der Welt der Hörgeräte

  1. Hallo Helga,
    Dein Bericht über die EUHA 2022 finde ich sehr gut. 🙂

    Ich finde auch, dass es weiterhin Hörgeräte mit Batterien braucht, denn das Aufladen der Akkus ist nicht immer dann möglich wenn man es braucht. Autos mit Elektroantrieb setzen sich wegen der Reichtweite und Aufladezeit auch nicht richtig durch. Mit einem vollen Tank weiss man, dass man ankommt, bei einer Batterie weiss man nie genau wie weit man damit kommt. Daher habe ich immer Ersatzbatterien bei mir, dass hat wohl jeder Hörgeräteträger, oder etwa nicht?

    Zu der Farbgebung der Hörgeräte muss ich dir Recht geben, die Hörgerätehersteller sind einfach zu bequem um eine Vielzahl an Farben anzubieten. Das mit der Zulassung stimmt zwar, aber es ist nicht so schwer wie sie angeben. Da es sich nur um ein paar Farbpartikel im Kunststoffgehäuse handelt, ist diese Änderung nicht komplex. Ich bin Kunstofftechniker und weiss wie einfach dieses in der Praxis umzusetzen wäre, zudem bin ich auch Master in Medizintechnik und kenne mich mit der Zulassung und Änderungen von Medizinprodukten aus.
    Desweiteren beweisen die Hörstück-Hersteller zudem auch, dass es mit Farbenvielfalt gut möglich ist. Diese sind schliesslich auch Medizinprodukte, da im Kontakt mit dem Menschlichen Körper stehen.

    Freundliche Grüsse
    Andreas

    • Lieber Andreas,
      danke für deinen Kommentar!
      Es freut mich zu hören, dass du das als Fachmann mit den Farben bestätigst. Es klang für mich schon immer wie eine Ausrede. In dem Zusammenhang frage ich mich übrigens ob da nicht wenigstens ein Markt für Customization gäbe, also dass die Leute, denen die Farbe wichtig ist, wenigstens gegen einen Aufpreis eine solche bekommen, genauso wie man sich ja auch sein Auto in Farben lackieren lassen kann, die es nicht vom Hersteller direkt gibt.
      Schöne Grüsse,
      Helga

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