Unsoziale Medien

Seit einiger Zeit bespielen wir von Doofe Ohren verschiedene Plattformen der sogenannten sozialen Medien nicht mehr. In allen Fällen halten wir es moralisch und ethisch für nicht mehr vertretbar, die dahinter stehenden Konzerne und ihre Gründer bzw. CEOs zu unterstützen.

Sollten euch jedoch bisher die Hintergründe dazu entgangen sein, möchten wir euch hier kurz eine Übersicht geben, welche schlimmen Dinge diese Firmen bzw. Menschen getan haben und zum Teil immer noch tun. Wenn ihr mehr Details wissen wollt, könnt ihr den jeweiligen Quellen folgen.

Stattdessen empfehlen wir euch die übrigbleibenden Kanäle bzw. unseren Email-Newsletter zu nutzen (siehe Folge uns)

Meta (Facebook, Instagram) und Mark Zuckerberg

  • Wahlen manipuliert und Daten geklaut: Meta hat zugelassen, dass die privaten Daten von Millionen Menschen heimlich gesammelt wurden. Diese Daten wurden dann missbraucht, um Wahlen zu beeinflussen – zum Beispiel in den USA. (Tagesschau)
  • Geld ist wichtiger als unsere Kinder: Eine ehemalige Mitarbeiterin hat geheime Dokumente des Konzerns veröffentlicht. Sie beweisen: Mark Zuckerberg und seine Manager wussten genau, dass Instagram bei vielen Jugendlichen (besonders bei jungen Mädchen) zu psychischen Problemen führt. Trotzdem wurde nichts dagegen getan, weil der Konzern keine Gewinne verlieren wollte. (Bundestag)
  • Hass und Gewalt verbreitet: Auf Facebook wird extrem viel geschimpft, gehasst und gelogen. Der Konzern löscht solche schlimmen Beiträge oft nicht, weil Streit dafür sorgt, dass die Leute länger auf der Seite bleiben und mehr Werbung sehen. In dem Land Myanmar hat Facebook durch dieses Wegschauen sogar dabei geholfen, echte Gewalt gegen unschuldige Menschen anzustacheln. (Amnesty International)
  • Euren Datenschutz verletzt: Meta hält sich oft nicht an unsere europäischen Regeln, die eure privaten Daten schützen sollen. Dafür musste der Konzern im Jahr 2023 eine gigantische Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Euro zahlen, weil illegal Daten in die USA verschoben wurden. (Tagesschau)
  • Freifahrtschein für Donald Trump und weniger Wahrheitsprüfung: Mark Zuckerberg hat sich in letzter Zeit stark an den US-Präsidenten Donald Trump angenähert. Das ist extrem problematisch, weil Meta in diesem Zuge wichtige Schutzregeln aufgeweicht hat. Um es Trump und seinen Anhängern recht zu machen, hat der Konzern in den USA beispielsweise die Zusammenarbeit mit unabhängigen Fachleuten (Faktencheckern) beendet. Diese hatten bisher Lügen und Falschmeldungen aufgedeckt. Das bedeutet, dass Politiker dort nun noch einfacher Unwahrheiten verbreiten können, ohne dass Meta sie stoppt. (Tagesschau)

X/Twitter und Elon Musk

  • Hass, Hetze und Fake News ohne Bremse: Elon Musk hat einen Großteil der Mitarbeiter entlassen, die früher dafür gesorgt haben, dass Lügen und extreme Beleidigungen gelöscht werden. Stattdessen hat er vielen Nutzern, die wegen rechter Hetze oder der Verbreitung von Falschmeldungen eigentlich gesperrt waren, wieder freie Bahn gelassen. (ZDF)
  • Politische Einmischung und Nähe zu Extremen: Der Besitzer nutzt seine Macht gezielt, um Politik zu machen. Musk ist eng mit dem US-Präsidenten Donald Trump verbunden und wird sogar als dessen Berater eingesetzt. Gleichzeitig hat er aus der Plattform ein Sprachrohr für radikale Ansichten gemacht, bei dem der Algorithmus (die Technik im Hintergrund) rechte Inhalte oft stark bevorzugt. (Netzpolitik)
  • Gefährliche Künstliche Intelligenz (KI): X hat ein eigenes KI-Programm namens „Grok“ eingebaut. Dieses Programm fiel nicht nur durch antisemitische (judenfeindliche) Inhalte auf, sondern machte es Nutzern auch extrem einfach, künstlich gefälschte und sexualisierte Bilder (sogenannte Deepfakes) von unschuldigen Menschen zu erstellen und weltweit zu verbreiten. (ZDF)
  • Bereicherung durch unfaire Tricks: Auch in geschäftlichen Dingen gibt es massive Kritik, weil Regeln einfach ignoriert werden. Die US-Börsenaufsicht hat Elon Musk verklagt, weil er beim anfänglichen Kauf der Twitter-Aktien getrickst haben soll. Er hat dadurch über 150 Millionen Dollar gespart – zum direkten finanziellen Schaden der anderen, normalen Aktionäre. (ZDF)